Ideen gesucht! UNIQUE Ideenwettbewerb geht in die nächste Runde  

Der Startschuss ist gefallen – noch bis zum 03. Juni können Bewerbungen für den UNIQUE Ideenwettbewerb eingereicht werden. Gesucht werden innovative, nachhaltige oder gesellschaftlich relevante Ansätze – vom cleveren Produkt über digitale Services bis hin zu neuen Technologien. 

Der Wettbewerb bietet kreativen Köpfen die Chance, ihre Projekt- oder Gründungsideen sichtbar zu machen und professionelles Feedback zu erhalten. Er richtet sich an Menschen mit innovativer Idee aus Greifswald und dem Landkreis, sowie Studierende, Mitarbeitende und Alumni der Universität Greifswald. Insgesamt werden Preise im Wert von 22.000€ vergeben. 

„Der UNIQUE Ideenwettbewerb ist für viele Teilnehmende der erste Schritt sich mit ihrer Idee auseinander zu setzen.“, sagt Lia Mertens, Projektmanagerin der WITENO GmbH. „Wir möchten Mut machen, den Projekten eine Bühne zu geben – auch wenn sie noch nicht bis ins letzte Detail ausgereift sind.“ 

Die besten Einreichungen werden von einer Fachjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bewertet und zur Teilnahme an der Prämierungsveranstaltung eingeladen. Auf die Gewinner:innen, der beiden Kategorien „Studierende & Auszubildende“, sowie „Forschende & Absolvent:innen & Externe“ warten jeweils Preisgelder in Höhe von 3.500€, sowie Medienpreise im Wert von 15.000€, individuelles Feedback und weitere Unterstützungsangebote für die Weiterentwicklung ihrer Ideen. 

Die Ideenskizze kann ab sofort online über die Website unique.uni-greifswald.de eingereicht werden. 

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Hinweise zur Ideeneinreichung sind ebenfalls dort abrufbar. 

Weitere Informationen 

Der Ideenwettbewerb wird seit 2006 ausgerichtet, um Studierende, Forschende sowie Alumni der Universität Greifswald, sowie seit 2023 innovative Ideenträger:innen aus Greifswald und dem Landkreis bei der Entwicklung ihrer Ideen bis zur Gründung eines Unternehmens zu unterstützen. Seit 2020 wird UNIQUE von der WITENO GmbH in enger Kooperation mit der Universität Greifswald und gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) Greifswald, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Teilinstitut Greifswald, sowie dem Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Insel Riems durchgeführt. Er ist Teil der landesweiten Initiative „inspired. Der Ideenwettbewerb. In MV.“ und wird im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit durchgeführt und durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) Ko-Finanziert.  

UNIQUE wird in besonderer Weise von der Sparkasse Vorpommern mit ihrer Tochter der ESB Invest Vorpommern GmbH, FilmVision Marten Kählert sowie der Inter Medien Networks GmbH unterstützt. Die Preisgelder für den UNIQUE Ideenwettbewerb  werden außerdem von der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Hardtke · Svensson & Partner mbB, I.B.U. Projekt GmbH ermöglicht.  

Kontakt: 
Lia Mertens 
WITENO GmbH 
mertens@witeno.de 
+49 151 26161387 

Der INNO AWARD 2024 wurde verliehen

Stralsund. Zum 12. Mal vergab der Verbund der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern (VTMV) gemeinsam mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft den begehrten Innovationspreis “INNO AWARD”. Die feierliche Preisverleihung fand am 2. Juli 2024 in der Hochschule Stralsund statt. Um die drei Hauptpreise des branchenübergreifende Innovationspreises im Wert von insgesamt 18.000 Euro hatten sich mehr als ein Dutzend Teams von jungen Wissenschaftlern, Kreativen und Start-ups beworben. „Gesucht waren innovative Ideen und nachhaltige Konzepte für Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Die Auswahl unter den zahlreichen anspruchsvollen Bewerbungen fiel schwer“, betonte Dr. Wolfgang Blank, Vorstand des Verbundes der Technologiezentren.

Der erste Preis des INNO AWARD 2024 ging an eine Innovation aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie Greifswald (INP). Die jungen Wissenschaftler Laura Barillas-Mora und Adrian Lopez Vasquez entwickelten ein neues Plasmadruckverfahren, das die präzise Beschichtung von Materialien wie Metall, Kunststoff (Polymere) oder Papier mit hauchdünnen Schichten ermöglicht. Die Modifizierung der Oberflächen gelingt im Mikrometer-Maßstab, ab Schichten von etwa der Dicke eines menschlichen Haares. Zudem ermöglicht das neue Plasmadruckverfahren die Oberflächenaktivierung, Funktionalisierung, chemische Strukturierung, Feinreinigung und das Abtragen von Schichten. Dies eröffnet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Mikrofabrikation. Derzeit wird an einem industriellen Prototyp gearbeitet. Für die Vermarktung der umweltfreundlichen Technologie plant Laura Barillas-Mora eine Ausgründung aus dem INP.

Der zweite Preis des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs ging weit in den Süden. Mit der Gesundheits-App „tilencio“ errang das Start-up-Team „Health Study Club GmbH“ aus Erlangen den zweiten Preis. Die App bietet eine digitale Lösung zur Linderung von chronischem Tinnitus. Unter den störenden Ohrgeräuschen leiden weltweit mehr als 740 Millionen Patienten. In Deutschland sind 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betroffen. Bislang gibt es keine medizinische Heilung. Mit „tilencio“ ist ein zertifiziertes Medizinprodukt auf dem Markt, das einen umfassenden Therapieansatz besitzt. Die App ermöglicht Patienten, die eigene Erkrankung besser verstehen und damit umgehen zu können (Psycho-Edukation). Zudem helfen Audio-Stimulationen die Tinnitus-Belastung und Schmerzen zu lindern. Zukünftige Erweiterungen werden ein Trainingsmodul zur Verbesserung des Hörvermögens beinhalten. Die App ist in sechs Sprachen verfügbar und lässt sich optimal mit Hardwarelösungen wie Hörgeräten kombinieren. „Neben der Innovation und Marktreife des Projektes stand dessen inhaltlicher Bezug zum Gesundheitsland MV im Vordergrund. Auch verbinden wir damit die Hoffnung, unserem Land und der hiesigen Gründerszene in Deutschland mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Im Gesundheitsland MV bieten wir dem Team ein ausgezeichnetes Marktumfeld an“, sagte Dr. Blank.

Den dritten Preis gewannen die Rostocker Automatisierungsspezialisten Fabian Hölzke, Arne Wall und Hannes Raddatz, die im Rahmen ihrer Forschungen am Institut für Angewandte Mikroelektronik der Universität Rostock an der autonomen Steuerung von Kränen, Gabelstaplern und weiteren industriellen Geräten arbeiten. „Unsere Mission ist es, innovative Lösungen für die Industrie zu entwickeln, die die Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit verbessern“, erklärte Hannes Raddatz. Mit seinen langjährigen Kollegen will er die vierte industrielle Revolution „Industrie 4.0“ voranbringen, die die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien zum Ziel hat. Im Sommer 2024 gründeten die drei Rostocker Forscher nun ihr Start-up, um die Vernetzung von Maschinen für klein- und mittelständische Unternehmen voranzutreiben. „Unsere Software ist ein Universalübersetzer, der Maschinen eine gemeinsame Sprache sprechen lässt.“ Vom INNO AWARD erhoffen sich die Rostocker die notwendige Aufmerksamkeit, um Partner zu finden.

Der „INNO AWARD“ trägt dazu bei, die Gründerszene MV mit ihren herausragenden Leistungen in den Fokus zu rücken, unterstrich Petra Ludwig vom VTMV-Vorstand. „Wir ermuntern junge Menschen, sich nach dem Studium selbstständig zu machen und ihre Geschäftsideen umzusetzen. Dabei stehen die Technologiezentren beratend zur Seite.” Die fünf Gründer- und Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern mit ihren derzeit 360 Unternehmen sind eine gute Adresse als Ansprechpartner. Auf den insgesamt ca. 63.500 Quadratmetern Produktions-, Labor- und Büroflächen gewährleisten erfahrene Teams professionelle Beratung und Unterstützung. Über 1300 Unternehmen wurden seit 1990 in den Zentren gegründet und betreut.

 

Der Wettbewerb um den INNO AWARD wird von Wirtschaftspartnern aus Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Dazu zählen die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und das Beratungsunternehmen ECOVIS Grieger Mallison sowie die Sparkassen-Finanzgruppe, die mit acht Sparkassen im Nordosten stark verwurzelt ist.

Weitere Infos unter: www.inno-award.de

 

Technologiezentren:

ICR Roggentin: Informatik Center Roggentin; Kompetenzzentrum für Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen auf ca. 3.200 Quadratmetern an der A19 (Rostock Süd). Geschäftsführer Armin Köhler; www.informatikcenter.de

TZW Warnemünde: Technologiezentrum Warnemünde heute ein Hub mit über 80 innovativen Firmen und Startups und rund 800 Mitarbeitern, integriert in einen modernen serviceorientierten Forschungs- und Technologiecampus mit intelligenter Infrastruktur sowie INNORaum und Cowork-Startrampe7.0. Geschäftsführerin Petra Ludwig; www.tzw-info.de

ITC Bentwisch: Innovations- und Trendcenter GmbH; 1996 gegründet, derzeit 42 Firmen, drei Gebäude mit 6.800 Quadratmeter Fläche, 95 Prozent Vermietung, keine branchenspezifische Ausrichtung. Geschäftsführer Stephan Busekow; www.itc-bentwisch.de

WITENO Greifswald: Wissenschafts + Technologiepark Nord Ost; Zusammenschluss von drei Greifswalder Technologie- und Gründerzentren: dem Technologiezentrum Vorpommern, dem BioTechnikum Greifswald sowie dem CoWork Greifswald mit insgesamt 17.000 Quadratmetern Büro- und Laborflächen. Ansprechpartner Dr. Wolfgang Blank; www.witeno.de

TGZ Schwerin/Wismar: Technologie- und Gewerbezentrum Schwerin/Wismar; 1990 gegründet, bietet an den Standorten Schwerin und Wismar derzeit 110 Unternehmen auf 22.000 Quadratmetern beste Bedingungen, weiteres Bauland ist vorhanden.  Geschäftsführer Thomas Möller, Steffi Groth Geschäftsführerin ATI; www.tgz-mv.de

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