Cyberattacken

Am 17. Oktober 2024 fand im Digitalen Innovationszentrum Greifswald (DIZ Greifswald) die

Veranstaltung „Bits & Matjes“ statt – ein etabliertes Angebot zur Förderung der

Digitalisierung im Kreis Vorpommern Greifswald. Die Veranstaltung, die durch das DIZ

Greifswald und in Kooperation mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, der Industrie-

und Handelskammer Neubrandenburg (IHK), der Handwerkskammer Ostmecklenburg-

Vorpommern der Bundesagentur für Arbeit Greifswald durchgeführt wird, brachte von 12:00

bis 14:00 Uhr Unternehmer:innen, Digitalisierungsinteressierte und Expert:innen zusammen.

Ziel war es, die digitale Transformation in der Region voranzutreiben und die regionale

Wirtschaft zu stärken. Mit einer gelungenen Mischung aus praxisnahen Fachvorträgen,

Beratung und Networking bot die Veranstaltungsreihe ein spannendes, informatives und

inspirierendes Programm, das darauf abzielte, Unternehmen, Gründer:innen und

Interessierte im Bereich der digitalen Transformation zu unterstützen und zu vernetzen.

„Bits & Matjes“ findet monatlich statt und deckt ein breites Spektrum digitaler Themen ab.

Das Format besteht aus zwei Hauptkomponenten. Die Veranstaltung beginnt mit

Impulsvorträgen von Expert:innen und Präsentationen zu aktuellen digitalen Trends und

Technologien. Die anschließende Netzwerkphase dient dazu, bei einem kleinen, informellen

maritimen Imbiss (symbolisiert durch das namensgebende „Matjes“) Kontakte zu knüpfen

und Erfahrungen auszutauschen. Diese Struktur fördert sowohl den Wissenstransfer als

auch die Bildung von Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren der regionalen

Wirtschaft.

Vollständig vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert, bietet das DIZ Greifswald

beratende Leistungen für Unternehmen im Digitalisierungsprozess, Impulse für innovative

digitale Lösungen und ein umfangreiches Netzwerk für den Austausch zwischen

verschiedenen Akteuren. Das DIZ fungiert somit als treibende Kraft für die digitale

Transformation in der Region.

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Veranstaltung konzentrierte sich auf „Cyberattacken“.

Cybersicherheit in der Praxis – Andreas Thiel, Clausohm-Software GmbH

Andreas Thiel von der Clausohm-Software GmbH führte die Teilnehmer durch die vielfältigen

Facetten der Cybersicherheit und stellte gezielte Maßnahmen vor, die insbesondere für

kleine und mittlere Unternehmen (KMU) relevant sind:

1. Kontinuierliche Schutzmaßnahmen: Clausohm setzt auf Continuous Protection und

bietet unter anderem Penetrationstests und Schwachstellenanalysen an. Das

Monitoring as a Service ist ein zentraler Service, der Unternehmen hilft, ihre Systeme

kontinuierlich auf potenzielle Bedrohungen zu überwachen.

2. Sicherheitsüberprüfungen und Red Teaming: Clausohm führt

Sicherheitsüberprüfungen mit simulierten Angriffen durch, um Schwachstellen in IT-

Infrastrukturen aufzudecken. Red Teaming ermöglicht, durch gezielte Angriffe und

Social Engineering-Taktiken die Sicherheitsvorkehrungen eines Unternehmens

realitätsnah zu testen.

3. Phishing-Kampagnen und Schulungen: Simulierte Phishing-Mail-Kampagnen

helfen, Mitarbeitende für diese Art von Cyberangriffen zu sensibilisieren. Clausohm

setzt zusätzlich auf eine eigens entwickelte Awareness-Plattform, die Mitarbeitende

schult und vorbereitet.

4. Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI): KI wird bei Clausohm zur Erstellung täuschend

echter Phishing-Mails genutzt, die es ermöglichen, Schwachstellen in der

menschlichen Wahrnehmung zu identifizieren und das Bewusstsein für Bedrohungen

weiter zu schärfen.

5. Beratung zu Sicherheitsrichtlinien: Clausohm unterstützt Unternehmen bei der

Einführung eines Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS), das

strategisch in Sicherheitsrichtlinien und Notfallmanagement (BCM) eingebettet ist. Für

KMU stellt dies eine praktikable Herangehensweise dar, um

Cybersicherheitsmaßnahmen nachhaltig zu implementieren.

Innovative Authentifizierungsmethoden – Viktor Garske, Institut für

sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund

Viktor Garske vom Institut für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund

widmete sich in seinem Vortrag dem Thema moderner Authentifizierungsmethoden und

stellte Passkeys als zukunftsweisende Alternative zu Passwörtern vor:

1. Hintergrund zu Passwörtern: Garske begann mit einem historischen Überblick und

erklärte, wie Passwörter seit den 1960er-Jahren zur Authentifizierung genutzt

werden. Problematisch ist, dass Passwörter anfällig für Phishing und andere Angriffe

sind.

2. Passkeys als sichere Alternative: Passkeys basieren auf einem Schlüsselpaar, das

mit dem Domainnamen einer Website verknüpft ist und somit nicht durch Phishing

kompromittiert werden kann. Diese Schlüssel werden sicher auf dem Endgerät oder

einem Authentifizierungs-Token gespeichert und nur nach erfolgreicher Verifizierung

freigegeben.

3. Implementierung und Vorteile: Für die Nutzung von Passkeys ist die „Web

Authentication API“ (WebAuthn) erforderlich. Garske betonte, dass diese Technologie

benutzerfreundlicher und sicherer ist als Passwörter und bereits von großen

Anbietern wie Google und Apple unterstützt wird.

4. Kritische Betrachtung: Garske wies darauf hin, dass Passkeys viele Phishing-

Risiken eliminieren, aber auch einige Einschränkungen aufweisen. Zum Beispiel sind

Passkeys an ein bestimmtes Gerät gebunden und erfordern häufig die Integration

von Cloud-Diensten zur Synchronisation.

IT-Sicherheit im Hochschulkontext – Gordon Grubert,

Universitätsrechenzentrum Greifswald

Gordon Grubert, der technische Leiter des Rechenzentrums der Universität Greifswald,

erläuterte die Herausforderungen und Strategien, mit denen Hochschulen wie die Universität

Greifswald ihre IT-Infrastrukturen absichern:

1. Risikoanalyse und Bedrohungsbewertung: Grubert betonte, dass die Universität

potenziellen Cyberbedrohungen gut gerüstet gegenübertritt. Die größten Gefahren

gehen von ungesicherten IT-Infrastrukturen aus, die wie ein „Kartenhaus“

zusammenfallen können, wenn zentrale Komponenten wie Active Directory

kompromittiert werden.

2. Ebenenübergreifende Sicherheitsstrategie: Ein zentrales Element der

Sicherheitsstrategie ist die Verwendung von offenen Standards und dezentralen

Lösungen. Das Netzwerk, die Anwendungen und das Identitätsmanagement (IdMS)

werden so strukturiert, dass der Ausfall einer Komponente nicht die gesamte

Infrastruktur gefährdet. Grubert stellte einen Failover-Plan vor, der den Ausfall

zentraler Systeme in kürzester Zeit beheben kann.

3. Honeypot-Strategie zur Ransomware-Prävention: Um Ransomware-Angriffe zu

erkennen, setzt die Universität Honeypots auf dem Fileserver ein. Diese Fallen

registrieren unautorisierte Zugriffe und leiten sofort Gegenmaßnahmen ein, wie z. B.

die Sperrung der Angreifer-IP und betroffener Nutzenden.

4. Benutzerfreundliche Sicherheitsmaßnahmen: Grubert verwies auf die Bedeutung

benutzerfreundlicher, aber konsequenter Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-

Authentifizierung (2FA) für VPN-Zugänge. Auch wenn dies für manche Nutzer

unbequem erscheint, ist es ein essenzieller Schritt, um die Sicherheit der

universitären IT-Infrastruktur zu gewährleisten.

Fazit

Die Veranstaltungsreihe „Bits & Matjes“ hat sich als ein wirksames Forum zur Förderung der

Digitalisierung im Landkreis Vorpommern-Greifswald etabliert. Die praxisnahen Vorträge von

ExpertInnen wie Andreas Thiel, Viktor Garske und Gordon Grubert bieten einen tiefen

Einblick in die Herausforderungen und Lösungen rund um die Cybersicherheit und digitale

Transformation. Mit der Fokussierung auf Wissenstransfer, Anwendungsbeispiele und

Netzwerkbildung stärkt „Bits & Matjes“ die digitale Kompetenz der Region und trägt aktiv zur

digitalen Innovationsstrategie von Mecklenburg-Vorpommern bei.

Hier als download

Arbeitszeiterfassung im Fokus

Am 11. Juli 2024 war es wieder so weit: Bits & Matjes, die monatlich stattfindende

Veranstaltung, die durch die Region Vorpommern-Greifswald wandert, lud von 12 Uhr bis 14 Uhr

zur Diskussion und Vernetzung ein. Diesmal drehte sich alles um das Thema

Arbeitszeiterfassung. Im neuen Gebäudeteil Z4 des Biotechnikums in Greifswald, versammelten

sich Interessierte, umspannende Vorträge zu hören, sich auszutauschen und bei einem

Fischbrötchen-Snack zu networken.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte sich die WITENO GmbH als Veranstalter vor, gefolgt von

einer Einführung in die Digitale Innovationszentren (DIZen) und speziell das DIZ Greifswald.

Hierbei wurden nicht nur die Gebäude und das Team präsentiert, sondern auch die Bedeutung

dieser Zentren für die Digitalisierung in der Region hervorgehoben.

Weiter ging es mit der Vorstellung von Bits & Matjes selbst. Die Veranstaltungsreihe, die

monatlich an verschiedenen Orten in Vorpommern-Greifswald stattfindet, bietet eine Plattform

für den Austausch zu digitalen Themen und verbindet Unternehmer:innen, Entwickler:innen und

Interessierte.

Digitalisierung in Vorpommern-Greifswald

Herr Biermann vom Landkreis Vorpommern-Greifswald präsentierte die

Digitalisierungsstrategie, die seit 2023 in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Pflege,

Wirtschaft und Arbeit, Digitale Verwaltung, Wissenschaft und Bildung sowie Leben, Kultur und

Soziales umgesetzt wird. Besonders die Stabsstelle Wirtschaftsförderung stach hervor, welche

Unternehmen durch Fördermittelbegleitung, Unternehmensservice und

Netzwerkveranstaltungen unterstützt.

Marvin Fink | Artesa GmbH

Marvin Fink von der Artesa GmbH aus Rostock, gegründet 2022, eröffnete die Reihe der

Hauptvorträge. Mit fünf Mitarbeitenden entwickelt das junge Unternehmen eine

Zeiterfassungssoftware, die besonders für das Handwerk gedacht ist. Die Software erfasst

Abwesenheiten, Urlaubsanträge und Krankmeldungen und wird bereits von rund 30 Betrieben in

ganz Deutschland genutzt.

Frank Seefeldt und Mirella Griepentrog | Dr. Netik & Partner GmbH

Anschließend präsentierten Frank Seefeldt und Mirella Griepentrog von der Dr. Netik & Partner

GmbH aus Neubrandenburg und Güstrow ihre Lösungen im Bereich Personalmanagement mit

Sage HR. Das Systemhaus bietet seit 1997 die Sage HR Suite an, eine zukunftssichere, moderne

und einfach zu handhabende Software. Die Sage HR Suite deckt sämtliche Bereiche des

Personalmanagements ab, von Reisekosten und Urlaub über Zeitwirtschaft bis hin zur

Personalentwicklung.

Netzwerken und Fischbrötchen-Snack

Nach den informativen Vorträgen blieb genügend Zeit zum Netzwerken. Bei leckeren

Fischbrötchen konnten die Teilnehmenden ihre Eindrücke austauschen, Kontakte knüpfen und

vertiefende Gespräche mit den Speaker:innen führen. Die lockere Atmosphäre ermöglichte es,

offene Fragen zu klären und neue Kontakte zu knüpfen.

Fazit

Die Veranstaltung bot einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten und Herausforderungen

der Arbeitszeiterfassung und zeigte, wie digitale Lösungen den Arbeitsalltag erleichtern können.

Die Kombination aus fachlichem Input und persönlichem Austausch machte Bits & Matjes

erneut zu einem vollen Erfolg. Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung!

Weitere Informationen sowie anstehende Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website.

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Bits & Matjes: Ein Erlebnisbericht aus Pasewalk

Am 20. Juni 2024 war es mal wieder so weit. In der Kürassierkaserne im Kulturforum

Historisches U in Pasewalk fand die Veranstaltung „Bits & Matjes“ statt. Von 12 bis 14 Uhr

stand alles im Zeichen der Digitalisierung. Unternehmer*innen, Digitalisierungsinteressierte

und Expert*innen trafen sich, um gemeinsam die Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern

voranzutreiben und die regionale Wirtschaft zu stärken. Mit einer gelungenen Mischung aus

Fachvorträgen, Workshops, Beratung und Networking bot die Veranstaltungsreihe wiederholt

ein spannendes, informatives und inspirierendes Programm.

DIZ Greifswald: Der Motor hinter „Bits & Matjes“

Das Digitale Innovationszentrum (DIZ) Greifswald spielte eine zentrale Rolle bei der

Veranstaltung. Als Schlüsselstelle für Beratung und Organisation von Events und Netzwerken

unterstützt das DIZ Unternehmen in der Region bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler

Strategien. Das Team des DIZ, bestehend aus Fachleuten, begleitet Unternehmen auf ihrem

Weg in die digitale Zukunft und sorgt dafür, dass Digitalisierung und Innovation keine leeren

Schlagworte bleiben.

Digitalisierungsstrategie des Landkreises Vorpommern-Greifswald

Den Auftakt der Veranstaltung machte die Vorstellung der Digitalisierungsstrategie des

Landkreises Vorpommern-Greifswald. Themen wie Marketing, Datensicherheit und Online-

Shops standen im Mittelpunkt und zeigten, wie Unternehmen im Landkreis bei der

Digitalisierung unterstützt werden können. Besonders beeindruckend war die Darstellung der

wirtschaftsfreundlichen Verwaltung und ihre Kernaufgaben, die umfassende

Unternehmensservices und Unterstützung für Investoren bieten, um ein günstiges

wirtschaftliches Umfeld zu schaffen.

Fördermöglichkeiten für Digitalisierung: Ein Highlight des Jobcenters Vorpommern-

Greifswald

Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation des Jobcenters Vorpommern-Greifswald zu

verschiedenen Fördermöglichkeiten für die Digitalisierung. Besonders interessant – die neue

Initiative zur Förderung von Beschäftigten, die es Unternehmen ermöglicht, ihre

Mitarbeitenden weiterzubilden und somit die Digitalisierung voranzutreiben. Die Möglichkeit

des nachträglichen Erwerbs eines Berufsschulabschlusses und das Qualifizierungsgeld wurden

als wertvolle Werkzeuge vorgestellt, um die digitale Transformation in den Unternehmen zu

fördern.

ATI Küste GmbH: Unterstützung aus Rostock

Die ATI Küste GmbH, eine Unternehmensberatung aus Rostock, präsentierte ihre umfassenden

Dienstleistungen im Bereich der Digitalisierungsförderung. Mit ihrer Spezialisierung auf die

Umsetzung von Entwicklungsprojekten und strategische Weiterentwicklung von Unternehmen

unterstützt die ATI Küste GmbH bei der Beantragung von Fördermitteln wie „Go digital“ und

bietet Hilfe bei Forschungsförderungen. Die vielfältigen Fördermöglichkeiten, einschließlich

der Übernahme von Personalkosten, Unteraufträgen, Materialkosten und Investitionen in

Forschungsausrüstung, wurden detailliert erläutert und stießen auf großes Interesse.

Networking und wertvolle Kontakte

Neben den informativen Vorträgen und Workshops bot „Bits & Matjes“ auch reichlich

Gelegenheit zum Networking. Vor und nach der Veranstaltung konnten die Teilnehmenden

wertvolle Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen. Die Kombination aus Fachwissen

und persönlichem Austausch machte die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg und zeigte

einmal mehr, wie wichtig Zusammenarbeit und Vernetzung für die digitale Zukunft sind.

Fazit

„Bits & Matjes“ in Pasewalk war mehr als nur eine Veranstaltung – es war ein Erlebnis, das die

Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern vorantreibt und die regionale Wirtschaft stärkt.

Die vielfältigen Beratungs- und Fördermöglichkeiten, die vorgestellt wurden, sowie die

regionalen Digitalisierungsstrategien boten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke und

Hilfestellungen für die Digitalisierung ihrer Unternehmen. Besonders das Networking

ermöglichte es den Teilnehmenden, wertvolle Kontakte zu knüpfen, um gemeinsam die digitale

Zukunft zu gestalten.

Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe von „Bits & Matjes“ und sind gespannt, welche

neuen Impulse und Möglichkeiten dort präsentiert werden. Bleiben Sie dran und lassen Sie sich

von der digitalen Revolution in Mecklenburg-Vorpommern inspirieren!

Weitere Informationen, sowie anstehende Veranstaltungen sind auf der Website gelistet.

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HGW-AI: Neues KI-Community-Format startet in Greifswald

Digitales Innovationszentrum Greifswald, Gründungswerft e.V. und Witeno laden zum Austausch über Künstliche Intelligenz ein 

Greifswald, 12.03.2025 – Künstliche Intelligenz (KI/AI) ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern verändert bereits heute Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Doch wie kann Vorpommern-Greifswald in der KI-Entwicklung mitgestalten? Um den Austausch und die Vernetzung in diesem Zukunftsbereich zu fördern, starten die Gründungswerft e.V, das Digitale Innovationszentrum Greifswald (DIZ) und Witeno das Format HGW-AI. 

Die Auftaktveranstaltung findet am 20. März 2025 von 17:30 bis 19:00 Uhr im Digitalen Innovationszentrum (Salinenstr. 26, Greifswald) statt. Eingeladen sind alle, die sich für KI interessieren – von interessierten Bürgerinnen und Bürgern über Start-ups und Unternehmen bis hin zu Studierenden. 

Plattform für Expertise, Praxis und Vernetzung 

HGW-AI versteht sich als offene Plattform für den Austausch rund um Künstliche Intelligenz. Hier kommen Menschen mit verschiedenen Hintergründen zusammen, um Wissen zu teilen, neue Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsam innovative Ideen voranzutreiben. Das Event lebt von der Expertise und den Beiträgen der Teilnehmenden. 

Die Schwerpunkte des Formats: 
 Demos & Präsentationen: Teilnehmer:innen stellen neue KI-Tools und Anwendungsfälle vor. 
 Diskussion & Austausch: Welche Lösungen gibt es? Welche Trends setzen sich durch? 
 Netzwerken & Community-Building: KI-Interessierte und Experten aus der Region knüpfen Kontakte. 

„Unser Ziel ist es, die KI-Kompetenz in Vorpommern-Greifswald zu stärken und ein nachhaltiges Netzwerk aufzubauen, das Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bündelt“, erklärt Matthias Berth, der als Initiator das Event mit seiner Fachkenntnis bereichert. 

Gemeinsam die Zukunft gestalten 

Beim ersten Treffen steht neben dem Kennenlernen und Erfahrungsaustausch vor allem die Weiterentwicklung des Formats im Fokus: Welche Themen sind besonders spannend? In welcher Frequenz sollen zukünftige Veranstaltungen stattfinden? Welche Praxisimpulse und KI-Demos möchten Teilnehmende einbringen?  

HGW-AI wird bewusst nicht die Herausforderungen von KI diskutieren, sondern den Austausch über Wissen und Anwendungen in den Mittelpunkt stellen. Das Format soll einen konstruktiven Beitrag zur Stärkung der Region als Standort für Künstliche Intelligenz leisten. 

Anmeldung & Kontakt 

Die Teilnahme an HGW-AI ist kostenlos. Interessierte können sich online anmelden unter: 
🔗 Microsoft Forms 

📍 Veranstaltungsort: Digitales Innovationszentrum, Salinenstr. 26, 17489 Greifswald 
📅 Termin: 20. März 2025, 17:30 – 19:00 Uhr 

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich an: Marcus Schaumburg-Müller | schaumburg-mueller@witeno.de 

 

Über HGW-AI 

HGW-AI ist eine Initiative von Witeno, der Gründungswerft e.V. und dem Digitalen Innovationszentrum Greifswald, mit dem Ziel, die KI-Kompetenz in der Region Vorpommern-Greifswald zu fördern und Menschen mit Fachwissen zu vernetzen. Das Format richtet sich an Unternehmen, Wissenschaft, Gründer:innen und Interessierte aus der Gesellschaft. 

ACCELERATOR digitales MV -Stärkt dein Unternehmenswachstum in MV und darüber hinaus!

Hey Gründer:innen,

habt ihr euer Start-up in den letzten drei Jahren gegründet und wollt jetzt so richtig durchstarten? Dann ist der ACCELERATOR digitales MV genau das Richtige für euch!

Unser Programm ist kein langweiliger Business-Kurs, sondern dein Turbo für die Gründerszene. Wir bieten dir nicht nur intensive Workshops, sondern auch ein wertvolles Netzwerk und geballte Expertise, das dich voranbringt. Hier geht’s darum, dein Business auf das nächste Level zu heben – und das in nur wenigen Wochen!

Was erwartet euch?

  • Workshops: Von Projektmanagement über Branding bis hin zu Marketing und Vertrieb – wir decken alle wichtigen Themen ab, die euch voranbringen.
  • Praxisnähe: Theorie ist gut, Praxis ist besser. Deshalb kombinieren wir Online-Sessions mit Präsenzworkshops, damit ihr das Gelernte direkt anwenden könnt.
  • Netzwerk: Knüpft Kontakte zu anderen Gründer:innen und Expert:innen und profitiert von deren Erfahrungen.

Wer kann mitmachen?

  • Ihr habt innerhalb der letzten drei Jahre gegründet.
  • Euer Geschäftsmodell ist digital ausgerichtet und berücksichtigt nachhaltige Aspekte.
  • Euer Geschäfts- oder Wohnsitz liegt in Mecklenburg-Vorpommern.

Wie läuft die Bewerbung ab?

  1. Bewerbungsformular ausfüllen: Bis zum 31.01.2025 könnt ihr euch über unser Online-Formular bewerben.
  2. Interview: Passt euer Geschäftsmodell zum Programm, laden wir euch zu einem ca. einstündigen Interview ein, um euch besser kennenzulernen.
  3. Pitch-Vorbereitung: Ihr bereitet eure Unterlagen für die Jurysitzung vor und erhaltet von uns Unterstützung bei der Erstellung eures Business Model Canvas.
  4. Pitch vor der Jury: Am 26.02.2025 stellt ihr euer Start-up im Makerport in Stralsund vor.
  5. Teilnahmebestätigung: Am 05.03.2025 geben wir die teilnehmenden Teams bekannt.

Was bringt’s dir?

  • Aktive Vernetzung (neue Kontakte sind Gold wert!)
  • Digitalisierungs-Boost für dein Unternehmen
  • Intensive Workshops mit Experten
  • Gebündelte Expertise
  • Ein straffes Programm, das dich weiterbringt

 

Programmstart: Am 18.03.2025 geht’s los!

Warum mitmachen?

Weil wir an dich glauben! Unser Akzeleratorprogramm ist mehr als nur eine Weiterbildung – es ist deine Chance, deine Idee in die Tat umzusetzen. Egal, ob du noch am Anfang stehst oder schon erste Schritte gemacht hast: Hier findest du die Tools, die du brauchst, um erfolgreich zu sein.

 

Neugierig geworden? Dann schaut euch die Details auf unserer Website an und bewerbt euch bis zum 31.01.2025.

Lasst uns gemeinsam eure Visionen verwirklichen und euer Start-up zum Erfolg führen!

Euer Team vom ACCELERATOR digitales MV

 

ubelnder junger Mann in gelbem Pullover mit goldenen Konfetti vor blauem Hintergrund. Schriftzug: 2nd ACCELERATOR digitales MV – Apply Now. Logos von Digitales MV, Europäischer Union und MV tut gut.

Fachbeitrag Cyberattacken

Bits & Matjes – „Cyberattacken“

Bits & Matjes – „Cyberattacken“

Am 17. Oktober 2024 fand im Digitalen Innovationszentrum Greifswald (DIZ Greifswald) die Veranstaltung „Bits & Matjes“ statt – ein etabliertes Angebot zur Förderung der Digitalisierung im Kreis Vorpommern Greifswald. Die Veranstaltung, die durch das DIZ Greifswald und in Kooperation mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg (IHK), der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern der Bundesagentur für Arbeit Greifswald durchgeführt wird, brachte von 12:00 bis 14:00 Uhr Unternehmer:innen, Digitalisierungsinteressierte und Expert:innen zusammen. Ziel war es, die digitale Transformation in der Region voranzutreiben und die regionale Wirtschaft zu stärken. Mit einer gelungenen Mischung aus praxisnahen Fachvorträgen, Beratung und Networking bot die Veranstaltungsreihe ein spannendes, informatives und inspirierendes Programm, das darauf abzielte, Unternehmen, Gründer:innen und Interessierte im Bereich der digitalen Transformation zu unterstützen und zu vernetzen.

„Bits & Matjes“ findet monatlich statt und deckt ein breites Spektrum digitaler Themen ab. Das Format besteht aus zwei Hauptkomponenten. Die Veranstaltung beginnt mit Impulsvorträgen von Expert:innen und Präsentationen zu aktuellen digitalen Trends und Technologien. Die anschließende Netzwerkphase dient dazu, bei einem kleinen, informellen maritimen Imbiss (symbolisiert durch das namensgebende „Matjes“) Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Diese Struktur fördert sowohl den Wissenstransfer als auch die Bildung von Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren der regionalen Wirtschaft.

Vollständig vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert, bietet das DIZ Greifswald beratende Leistungen für Unternehmen im Digitalisierungsprozess, Impulse für innovative digitale Lösungen und ein umfangreiches Netzwerk für den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren. Das DIZ fungiert somit als treibende Kraft für die digitale Transformation in der Region.

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Veranstaltung konzentrierte sich auf „Cyberattacken“.

Cybersicherheit in der Praxis – Andreas Thiel, Clausohm-Software GmbH

Andreas Thiel von der Clausohm-Software GmbH führte die Teilnehmer durch die vielfältigen Facetten der Cybersicherheit und stellte gezielte Maßnahmen vor, die insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) relevant sind:

  1. Kontinuierliche Schutzmaßnahmen: Clausohm setzt auf Continuous Protection und bietet unter anderem Penetrationstests und Schwachstellenanalysen an. Das Monitoring as a Service ist ein zentraler Service, der Unternehmen hilft, ihre Systeme kontinuierlich auf potenzielle Bedrohungen zu überwachen.
  2. Sicherheitsüberprüfungen und Red Teaming: Clausohm führt Sicherheitsüberprüfungen mit simulierten Angriffen durch, um Schwachstellen in IT-Infrastrukturen aufzudecken. Red Teaming ermöglicht, durch gezielte Angriffe und Social Engineering-Taktiken die Sicherheitsvorkehrungen eines Unternehmens realitätsnah zu testen.
  3. Phishing-Kampagnen und Schulungen: Simulierte Phishing-Mail-Kampagnen helfen, Mitarbeitende für diese Art von Cyberangriffen zu sensibilisieren. Clausohm setzt zusätzlich auf eine eigens entwickelte Awareness-Plattform, die Mitarbeitende schult und vorbereitet.
  4. Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI): KI wird bei Clausohm zur Erstellung täuschend echter Phishing-Mails genutzt, die es ermöglichen, Schwachstellen in der menschlichen Wahrnehmung zu identifizieren und das Bewusstsein für Bedrohungen weiter zu schärfen.
  5. Beratung zu Sicherheitsrichtlinien: Clausohm unterstützt Unternehmen bei der Einführung eines Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS), das strategisch in Sicherheitsrichtlinien und Notfallmanagement (BCM) eingebettet ist. Für KMU stellt dies eine praktikable Herangehensweise dar, um Cybersicherheitsmaßnahmen nachhaltig zu implementieren.

Innovative Authentifizierungsmethoden – Viktor Garske, Institut für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund

Viktor Garske vom Institut für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund widmete sich in seinem Vortrag dem Thema moderner Authentifizierungsmethoden und stellte Passkeys als zukunftsweisende Alternative zu Passwörtern vor:

  1. Hintergrund zu Passwörtern: Garske begann mit einem historischen Überblick und erklärte, wie Passwörter seit den 1960er-Jahren zur Authentifizierung genutzt werden. Problematisch ist, dass Passwörter anfällig für Phishing und andere Angriffe sind.
  2. Passkeys als sichere Alternative: Passkeys basieren auf einem Schlüsselpaar, das mit dem Domainnamen einer Website verknüpft ist und somit nicht durch Phishing kompromittiert werden kann. Diese Schlüssel werden sicher auf dem Endgerät oder einem Authentifizierungs-Token gespeichert und nur nach erfolgreicher Verifizierung freigegeben.
  3. Implementierung und Vorteile: Für die Nutzung von Passkeys ist die „Web Authentication API“ (WebAuthn) erforderlich. Garske betonte, dass diese Technologie benutzerfreundlicher und sicherer ist als Passwörter und bereits von großen Anbietern wie Google und Apple unterstützt wird.
  4. Kritische Betrachtung: Garske wies darauf hin, dass Passkeys viele Phishing-Risiken eliminieren, aber auch einige Einschränkungen aufweisen. Zum Beispiel sind Passkeys an ein bestimmtes Gerät gebunden und erfordern häufig die Integration von Cloud-Diensten zur Synchronisation.

 

IT-Sicherheit im Hochschulkontext – Gordon Grubert, Universitätsrechenzentrum Greifswald

Gordon Grubert, der technische Leiter des Rechenzentrums der Universität Greifswald, erläuterte die Herausforderungen und Strategien, mit denen Hochschulen wie die Universität Greifswald ihre IT-Infrastrukturen absichern:

  1. Risikoanalyse und Bedrohungsbewertung: Grubert betonte, dass die Universität potenziellen Cyberbedrohungen gut gerüstet gegenübertritt. Die größten Gefahren gehen von ungesicherten IT-Infrastrukturen aus, die wie ein „Kartenhaus“ zusammenfallen können, wenn zentrale Komponenten wie Active Directory kompromittiert werden.
  2. Ebenenübergreifende Sicherheitsstrategie: Ein zentrales Element der Sicherheitsstrategie ist die Verwendung von offenen Standards und dezentralen Lösungen. Das Netzwerk, die Anwendungen und das Identitätsmanagement (IdMS) werden so strukturiert, dass der Ausfall einer Komponente nicht die gesamte Infrastruktur gefährdet. Grubert stellte einen Failover-Plan vor, der den Ausfall zentraler Systeme in kürzester Zeit beheben kann.
  3. Honeypot-Strategie zur Ransomware-Prävention: Um Ransomware-Angriffe zu erkennen, setzt die Universität Honeypots auf dem Fileserver ein. Diese Fallen registrieren unautorisierte Zugriffe und leiten sofort Gegenmaßnahmen ein, wie z. B. die Sperrung der Angreifer-IP und betroffener Nutzenden.
  4. Benutzerfreundliche Sicherheitsmaßnahmen: Grubert verwies auf die Bedeutung benutzerfreundlicher, aber konsequenter Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für VPN-Zugänge. Auch wenn dies für manche Nutzer unbequem erscheint, ist es ein essenzieller Schritt, um die Sicherheit der universitären IT-Infrastruktur zu gewährleisten.

Fazit

Die Veranstaltungsreihe „Bits & Matjes“ hat sich als ein wirksames Forum zur Förderung der Digitalisierung im Landkreis Vorpommern-Greifswald etabliert. Die praxisnahen Vorträge von ExpertInnen wie Andreas Thiel, Viktor Garske und Gordon Grubert bieten einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Lösungen rund um die Cybersicherheit und digitale Transformation. Mit der Fokussierung auf Wissenstransfer, Anwendungsbeispiele und Netzwerkbildung stärkt „Bits & Matjes“ die digitale Kompetenz der Region und trägt aktiv zur digitalen Innovationsstrategie von Mecklenburg-Vorpommern bei.

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