Cyberattacken

Am 17. Oktober 2024 fand im Digitalen Innovationszentrum Greifswald (DIZ Greifswald) die

Veranstaltung „Bits & Matjes“ statt – ein etabliertes Angebot zur Förderung der

Digitalisierung im Kreis Vorpommern Greifswald. Die Veranstaltung, die durch das DIZ

Greifswald und in Kooperation mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, der Industrie-

und Handelskammer Neubrandenburg (IHK), der Handwerkskammer Ostmecklenburg-

Vorpommern der Bundesagentur für Arbeit Greifswald durchgeführt wird, brachte von 12:00

bis 14:00 Uhr Unternehmer:innen, Digitalisierungsinteressierte und Expert:innen zusammen.

Ziel war es, die digitale Transformation in der Region voranzutreiben und die regionale

Wirtschaft zu stärken. Mit einer gelungenen Mischung aus praxisnahen Fachvorträgen,

Beratung und Networking bot die Veranstaltungsreihe ein spannendes, informatives und

inspirierendes Programm, das darauf abzielte, Unternehmen, Gründer:innen und

Interessierte im Bereich der digitalen Transformation zu unterstützen und zu vernetzen.

„Bits & Matjes“ findet monatlich statt und deckt ein breites Spektrum digitaler Themen ab.

Das Format besteht aus zwei Hauptkomponenten. Die Veranstaltung beginnt mit

Impulsvorträgen von Expert:innen und Präsentationen zu aktuellen digitalen Trends und

Technologien. Die anschließende Netzwerkphase dient dazu, bei einem kleinen, informellen

maritimen Imbiss (symbolisiert durch das namensgebende „Matjes“) Kontakte zu knüpfen

und Erfahrungen auszutauschen. Diese Struktur fördert sowohl den Wissenstransfer als

auch die Bildung von Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren der regionalen

Wirtschaft.

Vollständig vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert, bietet das DIZ Greifswald

beratende Leistungen für Unternehmen im Digitalisierungsprozess, Impulse für innovative

digitale Lösungen und ein umfangreiches Netzwerk für den Austausch zwischen

verschiedenen Akteuren. Das DIZ fungiert somit als treibende Kraft für die digitale

Transformation in der Region.

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Veranstaltung konzentrierte sich auf „Cyberattacken“.

Cybersicherheit in der Praxis – Andreas Thiel, Clausohm-Software GmbH

Andreas Thiel von der Clausohm-Software GmbH führte die Teilnehmer durch die vielfältigen

Facetten der Cybersicherheit und stellte gezielte Maßnahmen vor, die insbesondere für

kleine und mittlere Unternehmen (KMU) relevant sind:

1. Kontinuierliche Schutzmaßnahmen: Clausohm setzt auf Continuous Protection und

bietet unter anderem Penetrationstests und Schwachstellenanalysen an. Das

Monitoring as a Service ist ein zentraler Service, der Unternehmen hilft, ihre Systeme

kontinuierlich auf potenzielle Bedrohungen zu überwachen.

2. Sicherheitsüberprüfungen und Red Teaming: Clausohm führt

Sicherheitsüberprüfungen mit simulierten Angriffen durch, um Schwachstellen in IT-

Infrastrukturen aufzudecken. Red Teaming ermöglicht, durch gezielte Angriffe und

Social Engineering-Taktiken die Sicherheitsvorkehrungen eines Unternehmens

realitätsnah zu testen.

3. Phishing-Kampagnen und Schulungen: Simulierte Phishing-Mail-Kampagnen

helfen, Mitarbeitende für diese Art von Cyberangriffen zu sensibilisieren. Clausohm

setzt zusätzlich auf eine eigens entwickelte Awareness-Plattform, die Mitarbeitende

schult und vorbereitet.

4. Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI): KI wird bei Clausohm zur Erstellung täuschend

echter Phishing-Mails genutzt, die es ermöglichen, Schwachstellen in der

menschlichen Wahrnehmung zu identifizieren und das Bewusstsein für Bedrohungen

weiter zu schärfen.

5. Beratung zu Sicherheitsrichtlinien: Clausohm unterstützt Unternehmen bei der

Einführung eines Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS), das

strategisch in Sicherheitsrichtlinien und Notfallmanagement (BCM) eingebettet ist. Für

KMU stellt dies eine praktikable Herangehensweise dar, um

Cybersicherheitsmaßnahmen nachhaltig zu implementieren.

Innovative Authentifizierungsmethoden – Viktor Garske, Institut für

sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund

Viktor Garske vom Institut für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund

widmete sich in seinem Vortrag dem Thema moderner Authentifizierungsmethoden und

stellte Passkeys als zukunftsweisende Alternative zu Passwörtern vor:

1. Hintergrund zu Passwörtern: Garske begann mit einem historischen Überblick und

erklärte, wie Passwörter seit den 1960er-Jahren zur Authentifizierung genutzt

werden. Problematisch ist, dass Passwörter anfällig für Phishing und andere Angriffe

sind.

2. Passkeys als sichere Alternative: Passkeys basieren auf einem Schlüsselpaar, das

mit dem Domainnamen einer Website verknüpft ist und somit nicht durch Phishing

kompromittiert werden kann. Diese Schlüssel werden sicher auf dem Endgerät oder

einem Authentifizierungs-Token gespeichert und nur nach erfolgreicher Verifizierung

freigegeben.

3. Implementierung und Vorteile: Für die Nutzung von Passkeys ist die „Web

Authentication API“ (WebAuthn) erforderlich. Garske betonte, dass diese Technologie

benutzerfreundlicher und sicherer ist als Passwörter und bereits von großen

Anbietern wie Google und Apple unterstützt wird.

4. Kritische Betrachtung: Garske wies darauf hin, dass Passkeys viele Phishing-

Risiken eliminieren, aber auch einige Einschränkungen aufweisen. Zum Beispiel sind

Passkeys an ein bestimmtes Gerät gebunden und erfordern häufig die Integration

von Cloud-Diensten zur Synchronisation.

IT-Sicherheit im Hochschulkontext – Gordon Grubert,

Universitätsrechenzentrum Greifswald

Gordon Grubert, der technische Leiter des Rechenzentrums der Universität Greifswald,

erläuterte die Herausforderungen und Strategien, mit denen Hochschulen wie die Universität

Greifswald ihre IT-Infrastrukturen absichern:

1. Risikoanalyse und Bedrohungsbewertung: Grubert betonte, dass die Universität

potenziellen Cyberbedrohungen gut gerüstet gegenübertritt. Die größten Gefahren

gehen von ungesicherten IT-Infrastrukturen aus, die wie ein „Kartenhaus“

zusammenfallen können, wenn zentrale Komponenten wie Active Directory

kompromittiert werden.

2. Ebenenübergreifende Sicherheitsstrategie: Ein zentrales Element der

Sicherheitsstrategie ist die Verwendung von offenen Standards und dezentralen

Lösungen. Das Netzwerk, die Anwendungen und das Identitätsmanagement (IdMS)

werden so strukturiert, dass der Ausfall einer Komponente nicht die gesamte

Infrastruktur gefährdet. Grubert stellte einen Failover-Plan vor, der den Ausfall

zentraler Systeme in kürzester Zeit beheben kann.

3. Honeypot-Strategie zur Ransomware-Prävention: Um Ransomware-Angriffe zu

erkennen, setzt die Universität Honeypots auf dem Fileserver ein. Diese Fallen

registrieren unautorisierte Zugriffe und leiten sofort Gegenmaßnahmen ein, wie z. B.

die Sperrung der Angreifer-IP und betroffener Nutzenden.

4. Benutzerfreundliche Sicherheitsmaßnahmen: Grubert verwies auf die Bedeutung

benutzerfreundlicher, aber konsequenter Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-

Authentifizierung (2FA) für VPN-Zugänge. Auch wenn dies für manche Nutzer

unbequem erscheint, ist es ein essenzieller Schritt, um die Sicherheit der

universitären IT-Infrastruktur zu gewährleisten.

Fazit

Die Veranstaltungsreihe „Bits & Matjes“ hat sich als ein wirksames Forum zur Förderung der

Digitalisierung im Landkreis Vorpommern-Greifswald etabliert. Die praxisnahen Vorträge von

ExpertInnen wie Andreas Thiel, Viktor Garske und Gordon Grubert bieten einen tiefen

Einblick in die Herausforderungen und Lösungen rund um die Cybersicherheit und digitale

Transformation. Mit der Fokussierung auf Wissenstransfer, Anwendungsbeispiele und

Netzwerkbildung stärkt „Bits & Matjes“ die digitale Kompetenz der Region und trägt aktiv zur

digitalen Innovationsstrategie von Mecklenburg-Vorpommern bei.

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Arbeitszeiterfassung im Fokus

Am 11. Juli 2024 war es wieder so weit: Bits & Matjes, die monatlich stattfindende

Veranstaltung, die durch die Region Vorpommern-Greifswald wandert, lud von 12 Uhr bis 14 Uhr

zur Diskussion und Vernetzung ein. Diesmal drehte sich alles um das Thema

Arbeitszeiterfassung. Im neuen Gebäudeteil Z4 des Biotechnikums in Greifswald, versammelten

sich Interessierte, umspannende Vorträge zu hören, sich auszutauschen und bei einem

Fischbrötchen-Snack zu networken.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte sich die WITENO GmbH als Veranstalter vor, gefolgt von

einer Einführung in die Digitale Innovationszentren (DIZen) und speziell das DIZ Greifswald.

Hierbei wurden nicht nur die Gebäude und das Team präsentiert, sondern auch die Bedeutung

dieser Zentren für die Digitalisierung in der Region hervorgehoben.

Weiter ging es mit der Vorstellung von Bits & Matjes selbst. Die Veranstaltungsreihe, die

monatlich an verschiedenen Orten in Vorpommern-Greifswald stattfindet, bietet eine Plattform

für den Austausch zu digitalen Themen und verbindet Unternehmer:innen, Entwickler:innen und

Interessierte.

Digitalisierung in Vorpommern-Greifswald

Herr Biermann vom Landkreis Vorpommern-Greifswald präsentierte die

Digitalisierungsstrategie, die seit 2023 in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Pflege,

Wirtschaft und Arbeit, Digitale Verwaltung, Wissenschaft und Bildung sowie Leben, Kultur und

Soziales umgesetzt wird. Besonders die Stabsstelle Wirtschaftsförderung stach hervor, welche

Unternehmen durch Fördermittelbegleitung, Unternehmensservice und

Netzwerkveranstaltungen unterstützt.

Marvin Fink | Artesa GmbH

Marvin Fink von der Artesa GmbH aus Rostock, gegründet 2022, eröffnete die Reihe der

Hauptvorträge. Mit fünf Mitarbeitenden entwickelt das junge Unternehmen eine

Zeiterfassungssoftware, die besonders für das Handwerk gedacht ist. Die Software erfasst

Abwesenheiten, Urlaubsanträge und Krankmeldungen und wird bereits von rund 30 Betrieben in

ganz Deutschland genutzt.

Frank Seefeldt und Mirella Griepentrog | Dr. Netik & Partner GmbH

Anschließend präsentierten Frank Seefeldt und Mirella Griepentrog von der Dr. Netik & Partner

GmbH aus Neubrandenburg und Güstrow ihre Lösungen im Bereich Personalmanagement mit

Sage HR. Das Systemhaus bietet seit 1997 die Sage HR Suite an, eine zukunftssichere, moderne

und einfach zu handhabende Software. Die Sage HR Suite deckt sämtliche Bereiche des

Personalmanagements ab, von Reisekosten und Urlaub über Zeitwirtschaft bis hin zur

Personalentwicklung.

Netzwerken und Fischbrötchen-Snack

Nach den informativen Vorträgen blieb genügend Zeit zum Netzwerken. Bei leckeren

Fischbrötchen konnten die Teilnehmenden ihre Eindrücke austauschen, Kontakte knüpfen und

vertiefende Gespräche mit den Speaker:innen führen. Die lockere Atmosphäre ermöglichte es,

offene Fragen zu klären und neue Kontakte zu knüpfen.

Fazit

Die Veranstaltung bot einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten und Herausforderungen

der Arbeitszeiterfassung und zeigte, wie digitale Lösungen den Arbeitsalltag erleichtern können.

Die Kombination aus fachlichem Input und persönlichem Austausch machte Bits & Matjes

erneut zu einem vollen Erfolg. Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung!

Weitere Informationen sowie anstehende Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website.

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Neues Handbuch unterstützt internationale Innovations-Hackathons für zirkuläre und nachhaltige Lösungen

Ein neues internationales Handbuch wurde veröffentlicht, um Organisator:innen von Innovations-Hackathons zu unterstützen, die darauf abzielen, zirkuläre und nachhaltige Lösungen zu beschleunigen. Entwickelt im Rahmen des BioBoosters-Netzwerks bündelt das Handbuch die praktischen Erfahrungen von neun internationalen Akteuren.

Das Handbuch richtet sich an Innovationsmittler, Clusterorganisationen, Acceleratoren und andere Akteure in Innovationsökosystemen und hilft ihnen dabei, schnell neue Ideen, Technologien und Partnerschaften zu erkunden.

„Für Organisationen mit einer klaren Herausforderung kann ein Hackathon eine wirkungsvolle Alternative zu langen Entwicklungs- oder Beschaffungsprozessen sein. Stattdessen entsteht ein strukturierter Begegnungsraum, in dem Unternehmen mit konkreten Bedarfen auf Unternehmen mit passenden Lösungen treffen“, sagt Anna Aalto, Projektmanagerin an der Jamk University of Applied Sciences, die das Team zur Entwicklung der Methode und des Handbuchs geleitet hat.

Eine Methode, die über Jahre erprobt und verbessert wurde

Aufbauend auf mehreren Jahren praktischer Erfahrung bietet das Handbuch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die die gesamte Innovationsreise abdeckt – von Vorbereitung und Challengescoping über die Durchführung des Hackathons bis hin zu Nachbereitung und langfristiger Wirkung. Es hebt zentrale Erfolgsfaktoren und typische Fallstricke hervor und stellt praxisnahe Tools vor, die dazu beitragen, dass sowohl Challenge-Geber als auch Lösungsanbieter greifbare Ergebnisse erzielen.

„Das Handbuch basiert auf Erfahrungen aus zahlreichen Hackathons in unterschiedlichen Sektoren und Ländern. Die Methode wurde Schritt für Schritt in internationaler Zusammenarbeit entwickelt und so verfeinert, dass die Wahrscheinlichkeit konkreter Ergebnisse steigt – nicht nur guter Ideen“, betont Anna Aalto.

Ein starkes Netzwerk

Das BioBoosters-Netzwerk steht für eine starke internationale Zusammenarbeit im Ostseeraum und vereint Organisationen aus Finnland, Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland. Gemeinsam bringen sie komplementäre Erfahrungen in Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, Innovationsförderung und Unternehmensentwicklung ein. Durch den Wissensaustausch über Grenzen hinweg will das Netzwerk die regionale Innovationskapazität stärken und zur Transformation hin zu einer nachhaltigeren und ressourceneffizienteren Wirtschaft beitragen.

Das Handbuch ist verfügbar unter: https://doi.org/10.5281/zenodo.17848525.

Über BioBoosters

Die Initiative wurde durch das Interreg Baltic Sea Region Programme der Europäischen Union kofinanziert. Zum BioBoosters-Netzwerk gehören die JAMK University of Applied Sciences (Finnland), Paper Province und BioFuel Region (Schweden), die Vidzeme Planning Region (Lettland), die Estonian University of Life Sciences und das Pärnu County Development Centre (Estland), die Foundation for Education and Social Dialogue „PRO CIVIS“ (Polen), WITENO GmbH (Deutschland) sowie der Sunrise Valley Science and Technology Park (Litauen).

Pressekontakte:
Anni Hintikka – anni.hintikka@jamk.fi
Anna Aalto – anna.aalto@jamk.fi

Weitere Informationen:
Projektseite: https://interreg-baltic.eu/project/bioboosters/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/bioboosters/
YouTube: https://www.youtube.com/@BioBoostersNetwork
Handbuch: https://doi.org/10.5281/zenodo.17848525

BioBoosters-Hackathon-Modell stärkt Zusammenarbeit zur Kreislaufbioökonomie in Europa

Das BioBoosters Innovationsnetzwerk feiert den erfolgreichen Abschluss eines dreijährigen Pilots, in dem das eigene Hackathon‑Modell für Open Innovation im gesamten Ostseeraum ausgerollt wurde. Ursprünglich in Finnland entwickelt und erstmals angewendet, wurde der Ansatz gemeinsam mit regionalen Partnern getestet und weiterentwickelt – und hat sich als wirkungsvolles, übertragbares Instrument zur Beschleunigung nachhaltiger Innovation und sektorübergreifender Zusammenarbeit in der Kreislaufbioökonomie erwiesen.

„BioBoosters hat gezeigt, dass regionale Zusammenarbeit und gemeinsames Experimentieren zu greifbaren Ergebnissen führen können“, sagt Anni Hintikka, Chief Specialist an der JAMK University of Applied Sciences. „Das Hackathon‑Modell hilft, Unternehmensbedarfe mit Innovationskapazitäten zu verbinden – und verwandelt Ideen in wirkungsvolle Lösungen für die Praxis.“

Nachgewiesene Ergebnisse aus dem Ostseeraum

Die BioBoosters-Hackathon-Initiative, umgesetzt im Rahmen des Interreg Baltic Sea Region Programms, brachte Akteurinnen und Akteure aus neun Partnerregionen zusammen, um den Ansatz zu pilotieren und anzupassen. Über den Zeitraum von drei Jahren wurden beeindruckende Ergebnisse erzielt:
· 18 unternehmensgetriebene Hackathons, in denen über 120 Lösungsideen validiert wurden
· 246 Teams aus mehr als 20 Ländern, die sich für eine Teilnahme beworben haben
· 23 F&E- und Geschäftspartnerschaften, darunter 13 internationale Kooperationen
· Über 500 eingebundene Expertinnen und Experten sowie mehr als 1.800 vernetzte Fachleute in der BioBoosters-Community

Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen den Mehrwert des Modells: 98% der Challenge-Geber erhielten eine vielversprechende Lösung, 95% der Innovator:innen gewannen neues Know-how und 94% stimmten zu, dass Hackathons ein wirksames Instrument zum Aufbau von Partnerschaften und zum Testen von Ideen sind.

Auch Mentor:innen und Organisator:innen heben die breitere Wirkung hervor: 94% sehen in dem Modell eine Unterstützung für die grüne Transformation, 93% erkennen einen Beitrag zum Wachstum der Bioökonomie, und 92% bestätigen seine Rolle beim Transfer guter Praktiken zwischen den Regionen.

Von regionalen Piloten zum skalierbaren Modell

Das BioBoosters-Hackathon-Modell, ursprünglich von der JAMK University of Applied Sciences entwickelt, wurde im Rahmen des Piloten an die Anforderungen und Kontexte der Partnerregionen angepasst. Der Prozess hat sich als wirksam erwiesen, um Start-ups, KMU, Forschende und große Industrieunternehmen zusammenzubringen und so resilientere und nachhaltigere Innovationsökosysteme aufzubauen.

Mittlerweile dient das Modell als erprobter, skalierbarer Rahmen, den jede Innovationsagentur oder jedes regionale Innovationszentrum nutzen kann, um grüne und digitale Transformationen durch offene, herausforderungsorientierte Innovation voranzutreiben.

Begleitende Maßnahmen: Accelerator und AgriVenture Finland

Parallel zum Hackathon-Piloten verband der BioBoosters-Accelerator sieben europäische Wachstumsunternehmen mit großen Industriepartnern wie Valtra, AGCO Power, Neste, Lantmännen und Innovestor. Diese Kooperationen trieben Lösungen in den Bereichen Smart Farming, saubere Energie und Emissionsberichterstattung entlang der Wertschöpfungskette Lebensmittel voran.

Zudem versammelte AgriVenture Finland 2025 nahezu 450 internationale Teilnehmende und stellte neue Technologien und zirkuläre Lösungen in der Landwirtschaft in den Mittelpunkt. Der Gewinner des Pitching-Wettbewerbs, NPHarvest, wurde für seine Innovation zur Umwandlung von Abwasser in Düngemittel ausgezeichnet – ein Paradebeispiel für angewandte Kreislaufbioökonomie.

Ausblick

Während sich das BioBoosters-Netzwerk über die Pilotphase des Projekts hinaus weiterentwickelt, steht das Hackathon-Modell heute als erprobter Rahmen für europäische Zusammenarbeit bereit. Indem es Menschen, Ideen und Branchen verbindet, trägt BioBoosters dazu bei, langfristige Innovationskapazitäten und Wachstum in der Kreislaufbioökonomie in ganz Europa zu stärken.

Der „Impact Review 2025“ ist eine Publikation der JAMK University of Applied Sciences und online verfügbar unter: https://www.theseus.fi/bitstream/handle/10024/901966/JAMKJULKAISUJA3492025_web.pdf?sequence=2&isAllowed=y.

Über BioBoosters

Die Initiative wurde durch das Interreg Baltic Sea Region Programme der Europäischen Union kofinanziert. Zum BioBoosters-Netzwerk gehören die JAMK University of Applied Sciences (Finnland), Paper Province und BioFuel Region (Schweden), die Vidzeme Planning Region (Lettland), die Estonian University of Life Sciences und das Pärnu County Development Centre (Estland), die Foundation for Education and Social Dialogue „PRO CIVIS“ (Polen), WITENO GmbH (Deutschland) sowie der Sunrise Valley Science and Technology Park (Litauen).

Pressekontakte:
Gudrun Mernitz – mernitz@witeno.de

Weitere Informationen:
Projektseite: https://interreg-baltic.eu/project/bioboosters/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/bioboosters/
YouTube: https://www.youtube.com/@BioBoostersNetwork
Publikation: https://www.theseus.fi/bitstream/handle/10024/901966/JAMKJULKAISUJA3492025_web.pdf?sequence=2&isAllowed=y

Verbund der Technologiezentren lobt „INNO AWARD“ 2025 für junge Gründer aus

Bewerbungen sind bis zum 10. September 2025 einzureichen

Der Verbund der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern (VTMV) lobt gemeinsam mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft den Innovationspreis „INNO AWARD” 2025 aus. Dieser Preis wird seit 2013 jährlich als branchenunabhängiger Innovationspreis vergeben und ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert. Der „INNO AWARD“ 2025 wendet sich an Wissenschaftler, Kreative und Gründer, um ihre Innovationen als Produkte und Dienstleistungen zur Marktreife zu führen. Die aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen können ab sofort bis zum 10. September 2025 eingereicht werden. Die Preisverleihung ist Anfang November in Rostock geplant.

„Mit diesem Preis und der damit verbundenen Förderung in einem der fünf Technologiezentren des Landes wollen wir ambitionierte und innovative Menschen ermuntern, sich in unserem Land selbstständig zu machen und die eigenen Geschäftsideen umzusetzen“, erklärt Mirja Lin, Erste Vorsitzende des VTMV und Prokuristin der WITENO GmbH (Wissenschafts- und Technologiepark Nord°Ost°) in Greifswald. Ihr zur Seite steht als Zweite Vorsitzende im VTMV Agata Korpal, die neue Geschäftsführerin des Technologiezentrums Warnemünde. Sie betont, dass die Auszeichnung für die Gründerinnen und Gründer nicht nur von finanziellem Vorteil ist: „In den Technologiezentren finden Gründende kompetente Ansprechpartner, die sie mit ihrem Know-how auf dem Weg in die Selbstständigkeit beraten, ihnen die Suche nach Büro-, Werkstatt- oder Laborräumen erleichtern sowie dabei helfen, die Bürokratie- und Finanzierungshürden zu meistern und Kontakte zu Investoren aufzubauen.“

In den Gründer- und Technologiezentren des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurden in den vergangenen Jahren mehr als 2.000 Unternehmen unterstützt und mehr als 10.000 Arbeitsplätze geschaffen. Auf den insgesamt ca. 63.500 Quadratmetern Produktions-, Labor- und Büroflächen bieten erfahrene Teams professionelle Beratung und Unterstützung.

Im vergangenen Jahr 2024 gewann eine Innovation aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie Greifswald (INP) den INNO AWARD. Die jungen Wissenschaftler Dr. Laura Barillas-Mora und Adrian Lopez Vasquez entwickelten ein neues Plasmadruckverfahren, das die präzise Beschichtung von Materialien wie Metall, Kunststoff (Polymere) und Papier mit hauchdünnen Schichten ermöglicht. Die Modifizierung der Oberflächen gelingt im Mikrometerbereich, also deutlich dünner als ein menschliches Haar. Das eröffnet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Mikrofabrikation.

Der Wettbewerb um den INNO AWARD wird von Wirtschaftspartnern aus Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Dazu zählen die Sparkassen-Finanzgruppe, die mit acht Sparkassen im Nordosten stark verwurzelt ist, das Beratungsunternehmen ECOVIS Grieger Mallison und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern.

Weitere Infos unter: www.inno-award.de

Technologiezentren:

ICR Roggentin: Informatik Center Roggentin; Kompetenzzentrum für Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen auf ca. 3.200 Quadratmetern an der A19 (Rostock Süd).
Geschäftsführer Armin Köhler; www.informatikcenter.de
TZW Warnemünde: Technologiezentrum Warnemünde – dynamischer Hub für Tech- und Innovations-Startups mit Labors, Werkstätten, Büros, einem Coworking-Space, einem Konferenzzentrum und einer Community, die Innovation auf knapp 6.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche vorantreibt.
Geschäftsführerin Agata Korpal; www.technopark.tzwinfo.de
ITC Bentwisch: Innovations- und Trendcenter GmbH; 1996 gegründet, derzeit 42 Firmen, drei Gebäude mit 6.800 Quadratmeter Fläche, 95 Prozent Vermietung, keine branchenspezifische Ausrichtung.
Geschäftsführer Stephan Busekow www.itc-bentwisch.de
WITENO Greifswald: Wissenschafts- + Technologiepark Nord°Ost°; gegründet 1991, derzeit sind 101 Firmen Mieter in den Häusern. Die vermietbaren Büro- und Laborflächen betragen aktuell ca. 17.000 Quadratmeter.
Geschäftsführer Florian Beuß; www.witeno.de
TGZ Schwerin/Wismar: Technologie- und Gewerbezentrum Schwerin/Wismar; 1990
gegründet, bietet an den Standorten Schwerin und Wismar derzeit 110 Unternehmen auf 22.000 Quadratmetern beste Bedingungen, weiteres Bauland ist vorhanden.
Geschäftsführer Thomas Möller; www.tgz-mv.de

Barrierefreie Webseite

„Barrierefreiheit auf Ihrer Webseite: Warum es wichtig ist und wie Sie starten können“

Warum Barrierefreiheit zählt

Eine barrierefreie Webseite bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen oder technischer Ausstattung – Ihre Inhalte problemlos nutzen können. Denken Sie an Personen mit Seh- oder Hörbehinderungen, an ältere Menschen oder Menschen mit motorischen Einschränkungen. Ihre Webseite ist ein wichtiges Werkzeug, um diese Zielgruppen zu erreichen, und Barrierefreiheit hilft, sie einzubeziehen. Außerdem honorieren Suchmaschinen barrierefreie Webseiten oft mit besseren Rankings.

Aber es geht nicht nur um rechtliche Anforderungen oder SEO-Vorteile. Es geht vor allem um Chancengleichheit und den Zugang zu Informationen für alle.


Herausforderungen für Unternehmen

Viele KMUs denken, Barrierefreiheit sei nur ein Thema für große Unternehmen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Gerade kleinere Betriebe profitieren davon, wenn sie ihre Webseite inklusiv gestalten. Die Umsetzung muss dabei nicht kompliziert sein. Moderne Lösungen wie KI-gestützte Tools sparen Zeit und reduzieren die Komplexität.

Ein Beispiel für ein solches Tool ist eine Anwendung DevAlly, die auf den Global Accessibility Standards basiert. Sie analysiert automatisch Ihre Webseite und schlägt konkrete Anpassungen vor, wie z.B. bessere Farbkontraste, strukturierte Navigation oder die Integration alternativer Texte für Bilder. Das Beste: Änderungen können direkt in den Quellcode eingepflegt werden.


Standards, die Barrierefreiheit ausmachen

Um Barrierefreiheit zu erreichen, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Alternativtexte für Bilder: Jede Grafik sollte eine Beschreibung haben, die sehbeeinträchtigte Nutzer verstehen können.
  2. Farbkontraste: Der Text muss sich klar vom Hintergrund abheben, um gut lesbar zu sein.
  3. Tastatur-Navigation: Die Webseite sollte komplett ohne Maus bedienbar sein.
  4. Untertitel für Videos: Alle Videoinhalte sollten mit Untertiteln versehen sein.
  5. Strukturierte Überschriften und Absätze: Inhalte müssen logisch gegliedert sein, damit Screenreader sie korrekt erfassen können.
  6. Skalierbarkeit des Designs: Die Seite sollte ohne Qualitätsverlust vergrößerbar sein.

Diese Standards sind die Grundlage, um allen Nutzern ein positives Erlebnis zu bieten.


Inspiration aus Helsinki

Auf unserer Delegationsreise des Digitalen MV, u.a. mit dem Digitalen Innovationszentrum Greifswald (DIZ), nach Helsinki zur SLUSH hat sich im Slush-100-Contest ein Start-up durchgesetzt, das genau diese Problematik adressiert. Die Plattform analysiert Webseiten basierend auf den Global Accessibility Standards und schlägt Optimierungen vor, die direkt umgesetzt werden können. Das spart Zeit und bietet auch für KMUs eine praktikable Lösung, um Barrierefreiheit zu erreichen.


Fazit: Barrierefreiheit ist für alle machbar

Barrierefreiheit ist keine Zukunftsvision, sondern ein Muss für jede moderne Webseite – auch für kleine Unternehmen. Sie zeigt nicht nur, dass Sie Verantwortung übernehmen, sondern hilft Ihnen auch, eine größere Zielgruppe zu erreichen. Mit den richtigen Tools und Ansätzen ist der Weg dorthin einfacher, als viele denken.

Starten Sie jetzt und machen Sie Ihre Webseite barrierefrei – für eine digitale Welt, die wirklich für alle da ist!

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