HALM-Hackathon 2026: Vom Abfall zur Ressource

von | Apr. 8, 2026 | Merge

HALM-Hackathon 2026: Vom Abfall zur Ressource

Helfen Sie der HALM GmbH, den Kreislauf zu schließen! Wir suchen visionäre Konzepte, um Strohreste, Holzabfälle und Bindeschnüre aus Polyethylen in hochwertige Produkte oder effiziente Energielösungen zu verwandeln. Ausgewählte Teams erhalten die Möglichkeit, gemeinsam mit HALM ein Pilotprojekt zu entwickeln und sich, um eine gemeinsame Förderung zu bewerben.

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HALM: 133 km Kunststoffabfälle – abfallfreie Produktionsmodelle wanted

Die HALM GmbH ist ein Pionier im Bereich nachhaltiges Bauen und verarbeitet jährlich etwa 100–200 Tonnen Stroh zu Bau-Ballen. Mittelfristig soll die Produktion auf 500 Tonnen pro Jahr gesteigert werden. Ab Mitte 2026 wird HALM eigene, maßgeschneiderte Ballen herstellen, indem das Stroh direkt vor Ort neu verpackt wird.

Dieses Wachstum des Produktionsvolumens und die vertikale Integration der Neuverpackung erhöhen jedoch das Volumen der Sekundärstoffströme, die derzeit entsorgt werden müssen:

  • Strohabschnitte: Etwa 10–15 % des verarbeiteten Strohs fallen als Abschnitte an (derzeit 10–20 Tonnen/Jahr; steigend auf über 50 Tonnen/Jahr).
  • Holzrückstände: Etwa 5 Tonnen Holz- und Plattenabfälle pro Jahr.
  • Polyethylen (PE)-Schnüre: Jeder 30-kg-Ballen wird mit vier 2 Meter langen PE-Schnüren gesichert.

Das Ausmaß der Kunststoffabfälle: Bei einem derzeitigen Volumen von 100 Tonnen verarbeitet HALM jährlich etwa 3.333 Ballen, was 13.332 Schnüren oder rund 26,6 km Polyethylenschnur entspricht. Bei 500 Tonnen steigt diese Menge auf 133 km Kunststoffabfall. HALM hat sich zum Ziel gesetzt, die Branche zu einem abfallfreien Produktionsmodell zu führen.

HALM-Challenge: Wo liegt die Herausforderung?

Eine Hürde besteht darin, dass die Strohreste oft mit geringen Mengen an sprödem Kunststoff (aus den Schnüren), Metallteilen (Schrauben), Holzspänen oder Papier-/Kunststoffverpackungen verunreinigt sind. Einen Weg zu finden, diese Materialien zu trennen oder trotz der Verunreinigungen zu verwerten, ist eine zentrale Herausforderung für die gesamte nachhaltige Bauindustrie.

Vision für die Kreislaufwirtschaft: Upcycling und Energierückgewinnung

HALM strebt langfristige Partnerschaften an, um „hochwertige“ Upcycling-Möglichkeiten (z. B. neue Verbundwerkstoffe) zu schaffen oder ein Konzept zur Energierückgewinnung zu entwickeln, um Wärme für die Trocknungsprozesse der Fabrik oder benachbarte Wohngebäude bereitzustellen. Eine bestehende Idee ist die Verwendung der Polyethylenschnüre und möglicherweise der Abfälle zur Herstellung von Möbeln.

HALM-Hackathon: Experten für kreative Kreislauflösungen gesucht

Wir suchen Ingenieure und Materialwissenschaftler, Produktdesigner, Start-ups im Bereich Nachhaltigkeit und Enthusiasten der Kreislaufwirtschaft, die uns dabei helfen, eine überzeugende und potenziell kreative Kreislauflösung zu entwickeln.

Bewertungskriterien

Die eingereichten Konzepte werden insbesondere anhand folgender Kriterien bewertet:

  • Kreislaufwirkung: Potenzial zur Abfallreduzierung und Verlängerung des Lebenszyklus der Materialien.

  • Skalierbarkeit: Die Umsetzbarkeit der Lösung für 50–100 Tonnen Material pro Jahr oder darüber hinaus, um sie auch in anderen Kontexten anwendbar zu machen.

  • Innovation: Kreativität im Umgang mit verunreinigtem Stroh und Kunststoffresten, Potenzial für Marketing und Storytelling.

  • Wirtschaftliche Tragfähigkeit: Potenzial für Kosteneinsparungen oder neue Einnahmequellen, einfache Umsetzung, Integration in bestehende Produktionsprozesse.

Angebot für die Teams

HALM möchte gemeinsam mit dem vielversprechendsten Team ein Pilotprojekt und eine Markenpartnerschaft entwickeln und gemeinsame Fördermittel beantragen, um das Projekt zu realisieren.

HALM-Hackathon 2026 – Zeitplan

08. April 2026: Veröffentlichung der Challenges

08. Mai 2026: Anmeldeschluss für die Einreichung von Lösungsideen

13. Mai 2026: Bekanntgabe der ausgewählten Teams

19. Mai 2026: Online-Auftaktveranstaltung: Die teilnehmenden Teams lernen sich sowie die Vertreter des Challenge-Gebers kennen. Das Unternehmen stellt die Challenge und weitere Hintergründe vor.

17. Juni 2026: Hackathon-Tag. Am Ende des Tages präsentieren die Teams ihre entwickelten Ideen und Lösungen.

Zu den Teilnahmebedingungen.

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Kontakt

Organisationsteam: Dr. Gudrun Mernitz, mernitz@witeno.de; +49 151 15273020

Co-Organisatoren: Heike Fulbrecht (E-Mail: fulbrecht@steinbeis-nordost.de; Tel.Nr.: +49 15112046838 und Prof. Daniel Pleissner (E-Mail: d.pleissner@ifn-schoenow.de)

Partner

Das Projekt MERGE – Pomerania BioBridge ist eine Initiative, die polnische und deutsche Partner für eine nachhaltige Abfallverwertung in der Industrie zusammenbringt. Durch die enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit stellt sich das Projekt einer der wichtigsten Herausforderungen der modernen Wirtschaft: Wie können Abfälle und Reststoffe in wertvolle Rohstoffe umgewandelt werden? Damit wird die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft gefördert. Grenzen überschreiten, Innovationen verbinden und die Zukunft gestalten, sind die Ziele des Projektteams.

Partner sind: die Witeno GmbH, die Uniwersytet Szczecinski, das Steinbeis-Forschungszentrum Technologie-Management Nordost, die Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie, das IFN Schönow e.V. – Reproduktion, Tierhaltung, Lebensmittel, Umwelt, die Politechnika Koszalińska und die Hochschule Neubrandenburg.

Inspiriert und in Kooperation mit BioBoosters:

 

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