Barrierefreie Webseite

„Barrierefreiheit auf Ihrer Webseite: Warum es wichtig ist und wie Sie starten können“

Warum Barrierefreiheit zählt

Eine barrierefreie Webseite bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen oder technischer Ausstattung – Ihre Inhalte problemlos nutzen können. Denken Sie an Personen mit Seh- oder Hörbehinderungen, an ältere Menschen oder Menschen mit motorischen Einschränkungen. Ihre Webseite ist ein wichtiges Werkzeug, um diese Zielgruppen zu erreichen, und Barrierefreiheit hilft, sie einzubeziehen. Außerdem honorieren Suchmaschinen barrierefreie Webseiten oft mit besseren Rankings.

Aber es geht nicht nur um rechtliche Anforderungen oder SEO-Vorteile. Es geht vor allem um Chancengleichheit und den Zugang zu Informationen für alle.


Herausforderungen für Unternehmen

Viele KMUs denken, Barrierefreiheit sei nur ein Thema für große Unternehmen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Gerade kleinere Betriebe profitieren davon, wenn sie ihre Webseite inklusiv gestalten. Die Umsetzung muss dabei nicht kompliziert sein. Moderne Lösungen wie KI-gestützte Tools sparen Zeit und reduzieren die Komplexität.

Ein Beispiel für ein solches Tool ist eine Anwendung DevAlly, die auf den Global Accessibility Standards basiert. Sie analysiert automatisch Ihre Webseite und schlägt konkrete Anpassungen vor, wie z.B. bessere Farbkontraste, strukturierte Navigation oder die Integration alternativer Texte für Bilder. Das Beste: Änderungen können direkt in den Quellcode eingepflegt werden.


Standards, die Barrierefreiheit ausmachen

Um Barrierefreiheit zu erreichen, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Alternativtexte für Bilder: Jede Grafik sollte eine Beschreibung haben, die sehbeeinträchtigte Nutzer verstehen können.
  2. Farbkontraste: Der Text muss sich klar vom Hintergrund abheben, um gut lesbar zu sein.
  3. Tastatur-Navigation: Die Webseite sollte komplett ohne Maus bedienbar sein.
  4. Untertitel für Videos: Alle Videoinhalte sollten mit Untertiteln versehen sein.
  5. Strukturierte Überschriften und Absätze: Inhalte müssen logisch gegliedert sein, damit Screenreader sie korrekt erfassen können.
  6. Skalierbarkeit des Designs: Die Seite sollte ohne Qualitätsverlust vergrößerbar sein.

Diese Standards sind die Grundlage, um allen Nutzern ein positives Erlebnis zu bieten.


Inspiration aus Helsinki

Auf unserer Delegationsreise des Digitalen MV, u.a. mit dem Digitalen Innovationszentrum Greifswald (DIZ), nach Helsinki zur SLUSH hat sich im Slush-100-Contest ein Start-up durchgesetzt, das genau diese Problematik adressiert. Die Plattform analysiert Webseiten basierend auf den Global Accessibility Standards und schlägt Optimierungen vor, die direkt umgesetzt werden können. Das spart Zeit und bietet auch für KMUs eine praktikable Lösung, um Barrierefreiheit zu erreichen.


Fazit: Barrierefreiheit ist für alle machbar

Barrierefreiheit ist keine Zukunftsvision, sondern ein Muss für jede moderne Webseite – auch für kleine Unternehmen. Sie zeigt nicht nur, dass Sie Verantwortung übernehmen, sondern hilft Ihnen auch, eine größere Zielgruppe zu erreichen. Mit den richtigen Tools und Ansätzen ist der Weg dorthin einfacher, als viele denken.

Starten Sie jetzt und machen Sie Ihre Webseite barrierefrei – für eine digitale Welt, die wirklich für alle da ist!

Fachbeitrag Cyberattacken

Bits & Matjes – „Cyberattacken“

Bits & Matjes – „Cyberattacken“

Am 17. Oktober 2024 fand im Digitalen Innovationszentrum Greifswald (DIZ Greifswald) die Veranstaltung „Bits & Matjes“ statt – ein etabliertes Angebot zur Förderung der Digitalisierung im Kreis Vorpommern Greifswald. Die Veranstaltung, die durch das DIZ Greifswald und in Kooperation mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg (IHK), der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern der Bundesagentur für Arbeit Greifswald durchgeführt wird, brachte von 12:00 bis 14:00 Uhr Unternehmer:innen, Digitalisierungsinteressierte und Expert:innen zusammen. Ziel war es, die digitale Transformation in der Region voranzutreiben und die regionale Wirtschaft zu stärken. Mit einer gelungenen Mischung aus praxisnahen Fachvorträgen, Beratung und Networking bot die Veranstaltungsreihe ein spannendes, informatives und inspirierendes Programm, das darauf abzielte, Unternehmen, Gründer:innen und Interessierte im Bereich der digitalen Transformation zu unterstützen und zu vernetzen.

„Bits & Matjes“ findet monatlich statt und deckt ein breites Spektrum digitaler Themen ab. Das Format besteht aus zwei Hauptkomponenten. Die Veranstaltung beginnt mit Impulsvorträgen von Expert:innen und Präsentationen zu aktuellen digitalen Trends und Technologien. Die anschließende Netzwerkphase dient dazu, bei einem kleinen, informellen maritimen Imbiss (symbolisiert durch das namensgebende „Matjes“) Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Diese Struktur fördert sowohl den Wissenstransfer als auch die Bildung von Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren der regionalen Wirtschaft.

Vollständig vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert, bietet das DIZ Greifswald beratende Leistungen für Unternehmen im Digitalisierungsprozess, Impulse für innovative digitale Lösungen und ein umfangreiches Netzwerk für den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren. Das DIZ fungiert somit als treibende Kraft für die digitale Transformation in der Region.

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Veranstaltung konzentrierte sich auf „Cyberattacken“.

Cybersicherheit in der Praxis – Andreas Thiel, Clausohm-Software GmbH

Andreas Thiel von der Clausohm-Software GmbH führte die Teilnehmer durch die vielfältigen Facetten der Cybersicherheit und stellte gezielte Maßnahmen vor, die insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) relevant sind:

  1. Kontinuierliche Schutzmaßnahmen: Clausohm setzt auf Continuous Protection und bietet unter anderem Penetrationstests und Schwachstellenanalysen an. Das Monitoring as a Service ist ein zentraler Service, der Unternehmen hilft, ihre Systeme kontinuierlich auf potenzielle Bedrohungen zu überwachen.
  2. Sicherheitsüberprüfungen und Red Teaming: Clausohm führt Sicherheitsüberprüfungen mit simulierten Angriffen durch, um Schwachstellen in IT-Infrastrukturen aufzudecken. Red Teaming ermöglicht, durch gezielte Angriffe und Social Engineering-Taktiken die Sicherheitsvorkehrungen eines Unternehmens realitätsnah zu testen.
  3. Phishing-Kampagnen und Schulungen: Simulierte Phishing-Mail-Kampagnen helfen, Mitarbeitende für diese Art von Cyberangriffen zu sensibilisieren. Clausohm setzt zusätzlich auf eine eigens entwickelte Awareness-Plattform, die Mitarbeitende schult und vorbereitet.
  4. Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI): KI wird bei Clausohm zur Erstellung täuschend echter Phishing-Mails genutzt, die es ermöglichen, Schwachstellen in der menschlichen Wahrnehmung zu identifizieren und das Bewusstsein für Bedrohungen weiter zu schärfen.
  5. Beratung zu Sicherheitsrichtlinien: Clausohm unterstützt Unternehmen bei der Einführung eines Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS), das strategisch in Sicherheitsrichtlinien und Notfallmanagement (BCM) eingebettet ist. Für KMU stellt dies eine praktikable Herangehensweise dar, um Cybersicherheitsmaßnahmen nachhaltig zu implementieren.

Innovative Authentifizierungsmethoden – Viktor Garske, Institut für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund

Viktor Garske vom Institut für sichere mobile Kommunikation an der Hochschule Stralsund widmete sich in seinem Vortrag dem Thema moderner Authentifizierungsmethoden und stellte Passkeys als zukunftsweisende Alternative zu Passwörtern vor:

  1. Hintergrund zu Passwörtern: Garske begann mit einem historischen Überblick und erklärte, wie Passwörter seit den 1960er-Jahren zur Authentifizierung genutzt werden. Problematisch ist, dass Passwörter anfällig für Phishing und andere Angriffe sind.
  2. Passkeys als sichere Alternative: Passkeys basieren auf einem Schlüsselpaar, das mit dem Domainnamen einer Website verknüpft ist und somit nicht durch Phishing kompromittiert werden kann. Diese Schlüssel werden sicher auf dem Endgerät oder einem Authentifizierungs-Token gespeichert und nur nach erfolgreicher Verifizierung freigegeben.
  3. Implementierung und Vorteile: Für die Nutzung von Passkeys ist die „Web Authentication API“ (WebAuthn) erforderlich. Garske betonte, dass diese Technologie benutzerfreundlicher und sicherer ist als Passwörter und bereits von großen Anbietern wie Google und Apple unterstützt wird.
  4. Kritische Betrachtung: Garske wies darauf hin, dass Passkeys viele Phishing-Risiken eliminieren, aber auch einige Einschränkungen aufweisen. Zum Beispiel sind Passkeys an ein bestimmtes Gerät gebunden und erfordern häufig die Integration von Cloud-Diensten zur Synchronisation.

 

IT-Sicherheit im Hochschulkontext – Gordon Grubert, Universitätsrechenzentrum Greifswald

Gordon Grubert, der technische Leiter des Rechenzentrums der Universität Greifswald, erläuterte die Herausforderungen und Strategien, mit denen Hochschulen wie die Universität Greifswald ihre IT-Infrastrukturen absichern:

  1. Risikoanalyse und Bedrohungsbewertung: Grubert betonte, dass die Universität potenziellen Cyberbedrohungen gut gerüstet gegenübertritt. Die größten Gefahren gehen von ungesicherten IT-Infrastrukturen aus, die wie ein „Kartenhaus“ zusammenfallen können, wenn zentrale Komponenten wie Active Directory kompromittiert werden.
  2. Ebenenübergreifende Sicherheitsstrategie: Ein zentrales Element der Sicherheitsstrategie ist die Verwendung von offenen Standards und dezentralen Lösungen. Das Netzwerk, die Anwendungen und das Identitätsmanagement (IdMS) werden so strukturiert, dass der Ausfall einer Komponente nicht die gesamte Infrastruktur gefährdet. Grubert stellte einen Failover-Plan vor, der den Ausfall zentraler Systeme in kürzester Zeit beheben kann.
  3. Honeypot-Strategie zur Ransomware-Prävention: Um Ransomware-Angriffe zu erkennen, setzt die Universität Honeypots auf dem Fileserver ein. Diese Fallen registrieren unautorisierte Zugriffe und leiten sofort Gegenmaßnahmen ein, wie z. B. die Sperrung der Angreifer-IP und betroffener Nutzenden.
  4. Benutzerfreundliche Sicherheitsmaßnahmen: Grubert verwies auf die Bedeutung benutzerfreundlicher, aber konsequenter Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für VPN-Zugänge. Auch wenn dies für manche Nutzer unbequem erscheint, ist es ein essenzieller Schritt, um die Sicherheit der universitären IT-Infrastruktur zu gewährleisten.

Fazit

Die Veranstaltungsreihe „Bits & Matjes“ hat sich als ein wirksames Forum zur Förderung der Digitalisierung im Landkreis Vorpommern-Greifswald etabliert. Die praxisnahen Vorträge von ExpertInnen wie Andreas Thiel, Viktor Garske und Gordon Grubert bieten einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Lösungen rund um die Cybersicherheit und digitale Transformation. Mit der Fokussierung auf Wissenstransfer, Anwendungsbeispiele und Netzwerkbildung stärkt „Bits & Matjes“ die digitale Kompetenz der Region und trägt aktiv zur digitalen Innovationsstrategie von Mecklenburg-Vorpommern bei.

MOIN° und willkommen auf der neuen Webseite!

Es ist vollbracht. Liebe Leser, wir haben unsere Webseite aufgeräumt, neu strukturiert, an unser gewachsenes Geschäftsvolumen angepasst und – wie wir hoffen – auch für Sie etwas freundlicher gestaltet. Wenn Ihnen etwas auffällt, was wir besser machen können, dann lassen Sie es uns gerne wissen! Wir werden in einer zweiten Stufe kurzfristig die Möglichkeit eröffnen, dass Sie unsere Leistungen direkt buchen können. Seien Sie also weiterhin gespannt.

It´s done. Dear English-speaking customers, partners and friends of WITENO! We have updated and modernized our website. In a further step you will soon get access to a website in English language. Please be patient or use any convenient translating tool for getting information about our offers and services. We will in a second step implement booking possibilities on the website. We would be happy to see you again!

Start für COSUN BEET HACKATHON: Wie werden aus Zuckerrübenresten Rohstoffe und aus einer Zuckerfabrik eine Bioraffinerie?

Mit welchen innovativen Ideen und Methoden gelingt es, Verarbeitungsabfälle von Zuckerrüben zu Ausgangsstoffen für unterschiedlichste Anwendungsbereiche zu machen – ein Innovationswettbewerb will darauf Antworten finden. Bewerbungen sind bis 01. März möglich!

Am Standort Anklam verarbeitet die Cosun Beet Company (Anklamer Zuckerfabrik) Zuckerrüben zu Weißzucker und Bioethanol, wobei verschiedene biogene Reststoffe anfallen. Aus den Pressschnitzeln als einem der Rückstände produziert das Unternehmen Biomethan. Zwischen September und Januar werden jährlich etwa 2 Mio. Tonnen Zuckerrüben aufbereitet, wobei Zwischenprodukte eingelagert werden und Bioethanol und Biomethan über das ganze Jahr hinweg erzeugt werden. Dabei fallen verschiedene biogene Reststoffe an. Mit Hilfe eines Hackathons sollen nun Möglichkeiten für die sinnvolle Nutzung dieser Abfallprodukte gefunden werden.

Ziel ist es, die Zuckerfabrik in eine Bioraffinerie zu transformieren mit einem umfassenden Produktportfolio für unterschiedlichste Märkte. Durch neue Technologien, Lösungen und Partnerschaften sollen die Produktionsabfälle in wertvolle Ressourcen verwandelt und damit die Produktion nachhaltiger und klimafreundlicher werden. „Unsere Mission ist es, das volle Potenzial der Pflanzen in einem transparenten Kreislauf auszuschöpfen. Wir nennen das The Plant Positive Way”, sagt Matthias Sauer, Geschäftsführer von Cosun Beet.

Um den Innovationsprozess in Gang zu setzen und Innovatoren zusammenzubringen, veranstaltet die Cosun Beet Company unter Federführung der WITENO GmbH einen Hackathon. Der Startschuss für die Bewerbungsphase fiel am 31. Januar 2024 mit dem Launch Webinar im Beisein Daniela Thrän, vormals Co-Vorsitzende des Deutschen BioÖkonomieRates und Matthias Sauer, Geschäftsführer der Cosun Beet Company.

Teilnahme-Bewerbungen bis 1. März 2024

Bis 1. März 2024 sind interessierte Teilnehmer eingeladen, Ideenskizzen einzureichen. Die vielversprechendsten Einreichungen werden für den zweitägigen CosunBeetHackathon ausgewählt, der am 16. und 17. April 2024 stattfindet. Der Wettbewerb ist offen für alle interessierten Teams: StartUps, bestehende Unternehmen, Forschungs- oder Bildungseinrichtungen sowie weitere Akteure. Die Teilnahme ist sowohl für einzelne Unternehmen bzw. Institutionen als auch in kooperierenden Teams möglich.

Im Hackathon werden die Ideenskizzen weiterentwickeln und darüber hinaus Kooperationsmöglichkeiten innerhalb des Innovations-Ökosystems ausgelotet. Am Ende des Hackathons evaluiert eine Fachjury bestehend aus Vertretern der Cosun Beet Company GmbH & Co. KG und des Deutsches Biomasseforschungszentrum (DBFZ) unterstützt durch Vertreter der Organisatoren die Vorschläge und wählt den oder die Gewinner aus. Durch die Teilnahme am COSUN BEET HACKATHON haben Sie die Möglichkeit, mit einem renommierten, international tätigen Unternehmen – der Cosun-Gruppe – entweder geschäftlich zu kooperieren oder gemeinsame Projekte bzw. Piloten zu initiieren, um Ihr vorgestelltes Konzept zu testen.

BioBoosters – Abfälle als Ressourcen

Die WITENO GmbH setzt den COSUN BEET HACKATHON im Rahmen des BioBoosters-Projektes um. Mit BioBoosters sollen innovative Konzepte, Spitzentechnologien und Ausrüstung identifiziert werden, mit denen sich biogene Reststoffe effektiv nutzen lassen. BioBoosters wird durch das Interreg Baltic Sea Region-Programm gefördert.

BITS&MATJES Double feature

Aus Anlass der Gründungstage vom 14. – 16. November bot die BITS&MATJES-Veranstaltungsreihe gleich zwei Ausgaben ihrer Netzwerkevents. Am 15.11. gab es hervorragende Tipps, um „Smart und gesund durch den Büroalltag“ zu kommen. Am 16.11. rückten die Kollegen vom Makerspace Greifswald mit eigenem Maschinenpark an, um die Vorteile von Technologien wie dem 3D-Druck für das Rapid Prototyping vorzustellen. Unser Kollege Erik Heidecker moderierte die Sitzung mit praktischen Beispielen.

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